Kühlturmhygiene/ Wartung

Die in den letzten Jahren häufig aufgetretenen Verunreinigungen mit Legionellen
(neue 42 BImSchV) haben die Verantwortlichen handeln lassen. Sie betrifft Verdunstungskühlanlagen und -apparate, bei denen Wasser versprüht oder verrieselt wird aber auch anderweitig in Kontakt mit der Atmosphäre kommen kann.

Um die Hygiene in einer Verdunstungskühlanlage sicherzustellen, ist unbedingt das komplette System zu berücksichtigen. Dies bedeutet, dass alle Komponenten, die das Kreislaufwasser berühren, betrachtet werden müssen. Besonderes Augenmerk ist auf endständige Anlagen, Speicherbehälter, Filtrationsanlagen sowie das Rohrleitungssystem zu legen.

Auch hier sind wir der ganzheitlichen Sichtweise verpflichtet. Wir berücksichtigen neben der BImSchV 42 auch die VDI 2047 sowie die Trinkwasser- und Gefahrstoffverordnung. Somit sind wir jederzeit in der Lage, Verunreinigungen durch Bakterien, Pilze, Biofilm und Kalkablagerungen richtig einzuschätzen und die entsprechenden Gegenmaßnahmen vorzuschlagen und durchzuführen.

kuehlturm
  • Kühltürme / Verdunstungskühlanlage

    Verdunstungskühlanlagen werden eingesetzt, um Wärmelasten (z. B. aus technischen Prozessen) an die Umgebung abzuführen.

    Aus hygienischer Sicht sind nur luftgekühlte Verfahren relevant, bei denen Wasser in direkten Kontakt mit der Luft kommt. Für die Kühlung gibt es unterschiedliche Verfahren und verschiedene Anlagen. Bei allen Verfahren, bei denen Wasser in den Luftstrom geleitet wird, besteht die Neigung zu Aerosolbildung. Trotz des Einsatzes von Tropfenabscheidern können Tröpfchen von der Abluft mitgerissen werden und ein gesundheitliches Risiko darstellen, da sie beim Einatmen in die Lunge gelangen.

    Diese Wassertröpfchen können Mikroorganismen wie Bakterien, Algen, Schimmelpilze oder Legionellen enthalten. Insbesondere die Legionellen stellen ein gesundheitliches Risiko dar. Beispielhaft sind hier die Legionellenausbrüche in Ulm (2010) und in Warstein (2013) .

    Die mikrobiologische Beschaffenheit des Wassers ist entscheidend für den sicheren Betrieb einer derartigen Anlage und ist gemäß BImSchV 42 vierteljährlich durch einen akkreditierten Probennehmer während der Betriebszeit zu untersuchen.

  • Gefährdungsbeurteilung

    Im Rahmen des Betriebsablaufes und der Festlegung der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten ist eine Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung hygienischer Aspekte durchzuführen. Die daraus resultierenden Verantwortlichkeiten sind festzulegen und zu dokumentieren. Gefährdungsbeurteilungen müssen von fachkundigen Personen  ausgeführt werden. Dies erfolgt gemäß §§ 4 und 7 Biostoffverordnung, § 3 Betriebssicherheitsverordnung sowie VDI 2047 Blatt 2.

    Die Gefährdungsbeurteilung umfasst die

    – Risikoanalyse
    – Risikobewertung

    Bei der Risikoanalyse werden Gefährdungen identifiziert und das Risiko hinsichtlich des potenziellen Schadensausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet.

    Bei der Risikobewertung wird die Priorisierung von Risiken hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die hygienische Sicherheit und die daraus abzuleitenden Maßnahmen durchgeführt.

    Die Ergebnisse werden in einem Betriebshandbuch dokumentiert. Dieses muss mindestens die folgende Angaben beinhalten:

    – Anlagenschema
    – Technische Daten
    – Eingesetzte Werkstoffe
    – Behandlungsprogramme
    – Betriebsweise
    – Reinigungs- und Instandhaltungsintervalle
    – Wasserbeschaffenheit
    – Bewertung des Aufstellortes im Hinblick auf mögliche Exposition

    Die Identifizierung hygienisch kritischer Stellen und Zustände ist zentraler Teil der Risikoanalyse. Ebenfalls sind Änderungen, zum Beispiel bautechnischer Art oder der Betriebsweise, auf ihr hygienisches Risiko hin zu überprüfen und zu dokumentieren.

  • Kühlturm Beprobung

    Vorgabe der VDI 2047-2 zur Probennahme:

    – Probennahme vorzugsweise aus dem Kreislaufwasser zwischen laufender Pumpe und Verrieselung/Versprühung

    – Probennahmestelle muss in Strömungsrichtung vor der Bioziddosierstelle liegen

    – Es ist eine Probennahmestelle vorzusehen (desinfizierbar, vorzugsweise abflammbare Entnahmearmatur)

    – Vor der Probennahme mind. 30 Sekunden ablaufen lassen

    – Zusätzliche Probe direkt unter der Verrieselung oder als Schöpfprobe aus der Kühlturmtasse entnehmen

    – Das „Rohwasser“ (Wasser vor der Behandlung) sollte ebenfalls beprobt werden

     

    Anforderung an die Probennahme:

    – Repräsentative Probe, die den Normalzustand wiederspiegelt

    – Zeitpunkt der Probennahme muss vor einer Stoßdosierung eines Biozids liegen

    – Bei den Probennahmen sind grundsätzlich Probennahmeflaschen mit einem Neutralisationsmedium zu verwenden (z.B. Natriumthiosulfat)

    Achtung: nicht alle Biozide lassen sich mit Thiosulfat inaktivieren! Deshalb muss das eingesetzte Biozid zur Auswahl des entsprechenden Neutralisationsmittels bekannt sein.

     

    Regelmäßige Labortuntersuchungen:

    Allgemeine Koloniezahl
    – Überwachung des mikrobiologischen „Normalzustands“ des Kreislaufwassers.

    Legionella spp.
    – Direkter Nachweis des humanpathogenen Bakteriums im Sinne des Gesundheitsschutzes.

    Pseudomonas aeruginosa
    – Hinweis auf massive Oberflächenbesiedelung, unzureichende Desinfektion und mangelnde Instandhaltung.

    Die Untersuchung sollte mindestens vierteljährlich erfolgen. Eine monatliche Untersuchung ist sinnvoll und bei Auffälligkeiten zwingend erfoderlich.

  • Reparatur und Sanierung

    Wenn ein Kühlturm saniert werden muss, stehen umfangreiche Arbeiten an. Wir reparieren die Kühltürme aller Fabrikate und beheben kurzfristig Betriebsstörungen und Schäden.

    Die Immler GmbH & Co. KG übernimmt alle Tätigkeiten, vom Austausch der Kühltechnik und der Kühlsysteme, bis hin zum Einbau von Mess- und Regeltechnik. Damit es zu keiner Beeinträchtigung Ihrer Produktionsabläufe kommt, werden selbst große Projekte in kürzester Zeit abgewickelt. Im Bedarfsfall stellen wir Ihnen auch Mietkälte zur Verfügung.

    – Wartung und Reparaturen an der Beton-, Stahlkonstruktion
    – Beckensanierung
    – Reparatur oder Ersatz der Einbauten
    – Wartung und Reinigung der Wasserverteilungen
    – Reparatur oder Wartung der Maschinenanlagen
    – Austausch der Tropfenabscheider und Füllkörper
    – Entsorgung von Asbestfassaden und Asbesteinbauten

    Unser Service-Team ist bundesweit und in den angrenzenden Nachbarländern permanent im Einsatz. Gerne analysieren wir Ihre Rückkühlwerke und Kühlsysteme und beraten Sie über eine optimale Vorgehensweise.

  • Wartung, Inspektion und Reinigung

    Eine Kühlanlage ist ein Investitionswert, der Ihre Produktion oder Ihre Prozesse absichert. Sie muss regelmäßig inspiziert und gewartet werden, denn eine vorbeugende Wartung sichert den einwandfreien Betrieb Ihres gesamten Unternehmens.

  • Werterhalt

    Damit Sie sich diesen Investitionswert erhalten, kümmern wir uns darum, dass Ihre Anlage immer auf dem neuesten Stand der Technik bleibt. Wir prüfen die Leistung und optimieren die Kühlsysteme. Neben der Wahrung Ihrer Betriebssicherheit liegt uns auch die Umwelt und deren Schutz sehr am Herzen.

    Damit Sie keine Hitzewelle überrascht

    Ein Kühlturm ist im Prinzip einfach in seiner Bauart und sehr effektiv in seiner Funktionsweise. Es ist jedoch ungemein wichtig, die Anlage immer in einem funktionstüchtigen Zustand zu halten. Dabei geht es nicht nur um den Erhalt der maximalen Leistung, sondern auch um die Sicherheit sowie das Vermeiden von Totalausfällen.

    Eine einfache Überprüfung des allgemeinen Zustands aller wesentlichen Teile des Kühlturmes erlaubt es, die Funktionalität dauerhaft zu erhalten.

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